Pressemitteilung

Duisburg als beste europäische Unternehmerregion ausgezeichnet

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Die Stadt Duisburg ist vom Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) im Rahmen der Plenarsitzung am 14. Oktober mit dem Titel „Europäische Unternehmerregion 2027“ (EER) ausgezeichnet worden. Mit dem Label würdigt der AdR besonders innovative und zukunftsorientierte Strategien zur Förderung von Unternehmertum, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie nachhaltigem Wachstum.

Duisburg überzeugte die Jury mit einer Strategie, die den wirtschaftlichen Strukturwandel der Stadt in konkrete Maßnahmen für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz übersetzt. Im Zentrum stehen die Unterstützung von KMU bei der digitalen und grünen Transformation, die Anwendung von Künstlicher Intelligenz, die Förderung der Kreislaufwirtschaft sowie die Entwicklung von Kompetenzen für die Wirtschaft der Zukunft.

Ein Schwerpunkt der ausgezeichneten Strategie ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen durch Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Mit dem Programm „KI für KMU“ unterstützt Duisburg Unternehmen dabei, digitale Lösungen zu entwickeln und in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Weitere Maßnahmen fördern die Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Geschäftsmodelle und die Entwicklung neuer Innovationsprojekte entlang industrieller Wertschöpfungsketten.

Die EER-Strategie ist Teil der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung Duisburgs und setzt auf Zukunftsfelder wie intelligente Logistik, digitale Innovation, Kreislaufwirtschaft und grüne Technologien. Die Auszeichnung bietet der Stadt die Möglichkeit, erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln, den Austausch mit anderen europäischen Regionen zu vertiefen und einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Europas zu leisten.

Sören Link, Oberbürgermeister von Duisburg sagte am Rande der Preisverleihung: "Dass Duisburg als Europäische Unternehmerregion 2027 ausgezeichnet wird, ist eine großartige Anerkennung für unsere Stadt und die Unternehmen, die hier jeden Tag an unserer wirtschaftlichen Zukunft arbeiten. Duisburg hat in seiner Geschichte immer wieder bewiesen, dass es Wandel gestalten kann. Heute geht es darum, unsere industrielle Stärke mit neuen Technologien und innovativen Geschäftsmodellen zu verbinden. Die Auszeichnung zeigt, dass unser Weg auch auf europäischer Ebene Anerkennung findet. Sie ist zugleich ein Ansporn, Duisburg als Wirtschaftsstandort weiter voranzubringen und neue Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigte zu schaffen."

Rasmus C. Beck, Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Duisburg Business & Innovation GmbH (DBI), nahm den Preis für die Stadt entgegen und sagte: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, weil sie anerkennt, dass Duisburg die wirtschaftliche Transformation aktiv gestaltet und dabei auf die Unternehmen setzt, die diesen Wandel tragen. Mit unseren EFRE-Projekten zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in Unternehmen, zu Gründungen in der Logistik und zur Kreislaufwirtschaft arbeiten wir ganz praktisch daran, dass aus dem Strukturwandel neue Wertschöpfung entsteht. Diese Ansätze entwickeln wir in unseren Interreg-Projekten gemeinsam mit europäischen Partnerregionen weiter und stellen sie dort bewusst auf den Prüfstand, und genau diesen Austausch werden wir im Labeljahr 2027 ausbauen.“

Zur Eröffnung der Preisverleihung sagte der Vorsitzende EER Jury und Präsident der Region Piemont, Alberto Cirio: „Echte wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit entsteht von Grund auf durch die Förderung der Vitalität unserer lokalen Unternehmen. Die diesjährigen EER-Preisträger veranschaulichen perfekt, wie regionale Ökosysteme Forschung, Unternehmertum und Spitzentechnologie erfolgreich miteinander verbinden können, um einen zukunftsorientierten industriellen Wandel voranzutreiben.“

Neben Duisburg wurden auch die rumänische Region Nordost und die italienische Region Umbrien als Europäische Unternehmerregionen 2027 ausgezeichnet. Nordost-Rumänien überzeugte mit einer Strategie zur Förderung innovationsgetriebener Unternehmensgründungen und zur besseren Anbindung regionaler Start-ups und KMU an europäische Innovationsnetzwerke, während Umbrien mit Maßnahmen zur Digitalisierung, zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz, zu erneuerbaren Energiegemeinschaften und zur nachhaltigen Modernisierung seiner Industrie punktete.

Hintergrund

  • Die Auszeichnung „European Entrepreneurial Region“ (EER) ist ein Projekt, das alle zwei Jahre EU-Gebiete identifiziert und auszeichnet, die eine herausragende und innovative Strategie zur Förderung des Unternehmertums verfolgen, unabhängig von ihrer Größe, ihrem Wohlstand und ihren Kompetenzen. Die Gebiete mit dem glaubwürdigsten, zukunftsweisendsten und vielversprechendsten Aktionsplan erhalten für das folgende Jahr das Label „European Entrepreneurial Region“. Die Bewerber müssen ein echtes politisches Engagement für die Unterstützung von KMU und die Stärkung des Unternehmertums durch eine Strategie nachweisen, die von der Regionalversammlung, der Regionalregierung oder anderen befugten politischen Gremien offiziell gebilligt wurde.
  • Das EER-Label wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und wird von zahlreichen EU-Akteuren wie SME United, Eurochambres, Social Economy Europe und EURADA unterstützt.
  • Die EER-Jury - bestehend aus Vertretern des AdR, der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, der Sozialpartner und der territorialen Verbände - wird die Umsetzung der preisgekrönten regionalen Strategien im Laufe des Jahres 2027 begleiten, um den Gewinnern eine objektive Außenperspektive auf ihre Politik und die während des EER-Jahres erzielten Fortschritte zu bieten.
  • Die Liste der „European Entrepreneurial Regions“ seit 2011 ist hier verfügbar. Bislang wurden 48 EU-Regionen und -Städte mit dem EER-Label ausgezeichnet.

Kontakt

Theresa Sostmann
Tel: +32475999415
Theresa.Sostmann@cor.europa.eu

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