Italy
Roberta ANGELILLI
Mitglied
Regional Minister of the Lazio Region
Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) hat auf seiner Plenartagung am 2. Juli eine Stellungnahme zum EU Inc.-Rahmen verabschiedet, in der er einen europäischen Unternehmensrahmen fordert, der es allen Regionen und Städten ermöglicht, von mehr Investitionen, Innovation und nachhaltigem Wachstum zu profitieren.
Vor dem Hintergrund des zunehmenden globalen Wettbewerbs und der geopolitischen Unsicherheit betonten die AdR-Mitglieder in ihrer Stellungnahme, dass die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas eine strategische Priorität bleiben muss, und forderten die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Strukturreformen zu beschleunigen, die Investitionen anziehen, Innovationen fördern und den Abfluss von Talenten und Kapital aus der Europäischen Union verhindern.
Die AdR-Mitglieder betonten, dass die Regionen und Städte, die zur Schaffung von Ökosystemen beitragen, in denen Unternehmen innovativ sind, investieren und Arbeitsplätze schaffen, vollständig in die Gestaltung und Umsetzung des neuen Rahmens einbezogen werden müssen. Sie begrüßten das Ziel, ein europäisches 28. Regime für Unternehmen einzurichten, bestanden jedoch darauf, dass die Initiative über die Vereinfachung der Unternehmensregistrierung hinausgehen muss. Sie sollte den grenzüberschreitenden Verwaltungsaufwand verringern, den Zugang zu Finanzmitteln verbessern, die Rechtssicherheit erhöhen und Unternehmen unabhängig von ihrer Größe, Branche oder ihrem Standort während ihres gesamten Lebenszyklus unterstützen.
In der Stellungnahme wird betont, dass der neue Rahmen für alle Arten von Unternehmen zugänglich sein sollte – nicht nur für Start-ups und Scale-ups, sondern auch für Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, der Industrie, des Handwerks, der Logistik und der Sozialwirtschaft. Die AdR-Mitglieder forderten die Europäische Kommission auf, dafür zu sorgen, dass auch Genossenschaften und andere Organisationen der Sozialwirtschaft von einer Vereinfachung profitieren und gleichzeitig ihre spezifischen rechtlichen Merkmale beibehalten können.
Um neue Rechtsunsicherheit zu vermeiden, forderten die AdR-Mitglieder die Kommission nachdrücklich auf, das Verhältnis zwischen EU Inc. und dem nationalen Gesellschaftsrecht zu klären. Sie forderten auch ein eigenständiges europäisches Modell, das die Rechtstraditionen der Mitgliedstaaten achtet und gleichzeitig Regulierungsarbitrage, Missbrauch und die Gründung von Briefkastenfirmen verhindert.
Die Kommunal- und Regionalpolitiker forderten die Europäische Kommission ferner auf, die territorialen Auswirkungen der Initiative zu bewerten, insbesondere in Bezug auf das vorgeschlagene europäische System für Arbeitnehmeraktienoptionen. Die AdR-Mitglieder begrüßen die Regelung zwar als Instrument zur Gewinnung von Talenten, weisen jedoch darauf hin, dass das Fehlen einer Steuerharmonisierung die Fachkräfte in den größten Ballungsräumen Europas konzentrieren könnte. Die Regionen müssen ausreichend flexibel bleiben, um lokale Anreize zu nutzen, die dazu beitragen, Talente anzuziehen und zu halten.
Zitat:
Berichterstatterin Roberta Angelilli (IT/EKR), Vizepräsidentin der Region Latium: „Zu lange haben sich die europäischen Unternehmer beim Versuch, über Grenzen hinweg zu expandieren, mit 27 verschiedenen Regelwerken konfrontiert gesehen. Viel zu oft bleiben vielversprechende europäische Unternehmen entweder klein, verlagern sich oder werden von globalen Wettbewerbern übernommen. Wenn es uns ernst damit ist, die Wettbewerbslücke zu schließen und innovative Unternehmen in Europa zu halten, müssen wir die Geschäftstätigkeit im Binnenmarkt erleichtern. EU Inc. ist ein konkreter Schritt hin zu einem einfacheren, unternehmensfreundlicheren Europa, das Wachstum, Innovation und Ehrgeiz belohnt. Um unser Wettbewerbspotenzial zu erschließen, muss die EU Inc. ein einfacher, effektiver und attraktiver Rahmen für alle Arten von Unternehmen sein.“
Hintergrund:
Kontakt:
Theresa Sostmann
Tel.: +32475999415
Italy
Mitglied
Regional Minister of the Lazio Region