Pressemitteilung

Ein starkes regionales Engagement ist von entscheidender Bedeutung für einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Chemiesektor in der EU

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Auf seiner Plenartagung am 5. März verabschiedete der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) unter der Leitung des Berichterstatters Frederiek Vermeulen (BE/EVP), Mitglied des Gemeinderates von Ichtegem, eine Stellungnahme zum Europäischen Aktionsplan für die chemische Industrie. In der Stellungnahme fordern die Regionen und Städte eine enge Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und den lokalen und regionalen Gebietskörperschaften, um einen ortsbezogenen Ansatz zu gewährleisten, der die Wettbewerbsfähigkeit, die strategische Autonomie und einen nachhaltigen industriellen Wandel in den chemikalienproduzierenden Regionen Europas stärkt. 

Der Ausschuss begrüßt die Initiative der Kommission und stellt fest, dass die chemische Industrie eine grundlegende Industrie ist, die vielen europäischen Wertschöpfungsketten zugrunde liegt, darunter Verteidigung, Automobilindustrie, Halbleiterindustrie und Arzneimittel. Die Mitglieder warnen jedoch davor, dass die Wettbewerbsfähigkeit Europas zunehmend unter dem Druck von Ländern steht, die strategische Investitionen, niedrigere Energiekosten und eine durchsetzungsfähige Handelspolitik kombinieren, wodurch die globale Position Europas in diesem Sektor geschwächt wird.  

Die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften betonen, dass der Aktionsplan nur dann erfolgreich sein wird, wenn er rasch und in enger Partnerschaft mit den lokalen und regionalen Gebietskörperschaften umgesetzt wird. Ein starker ortsbezogener Ansatz ist von wesentlicher Bedeutung, der die unterschiedlichen industriellen Stärken und Schwachstellen der chemischen Regionen Europas widerspiegelt. Daher plädiert der AdR für eine sinnvolle länderübergreifende Beteiligung an der neu gegründeten Allianz für kritische Chemikalien mit einem Bot-to-M-up-Ansatz.   

Eine zentrale Forderung der Stellungnahme ist der Zugang zu bezahlbarer und sicherer Energie. Der AdR fordert die Kommission nachdrücklich auf, die Vollendung der Energieunion zu beschleunigen, in die Strom- und Wasserstoffinfrastruktur zu investieren und sicherzustellen, dass Klimainstrumente wie das Emissionshandelssystem (EHS) und das CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM) mit den Zielen der industriellen Wettbewerbsfähigkeit Europas in Einklang stehen. 

Der Ausschuss fordert außerdem faire globale Handelsmechanismen, stärkere handelspolitische Schutzinstrumente,  Investitionen in nachhaltige Produktionsverfahren und einen starken Schutz der Arbeitnehmerrechte. Um innovative Unternehmen in Europa zu halten, empfiehlt der AdR die Entwicklung von Leitmärkten für europäische Produkte, die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln und die Unterstützung öffentlich-privater Finanzierungen sowie die Überbrückung der Kluft zwischen Forschung und industrieller Einführung, einschließlich der Anpassung der allgemeinen und beruflichen Bildung an die Bedürfnisse der Industrie. 

Schließlich drängten  die Mitglieder auf vereinfachte Berichterstattungsverfahren, schnellere Genehmigungsverfahren sowie eine bessere Koordinierung und Kohärenz in Bereichen wie Genehmigungsverfahren, Einhaltung der Umweltvorschriften, Kreislaufwirtschaft, Wiederverwendung von Abfallmaterialien und Innovationsanreize in allen Bereichen,  um  die regulatorische Fragmentierung zu verringern und die dringend benötigten Investitionen zu beschleunigen. 

Zitat

Berichterstatter Frederiek Vermeulen (BE/EVP), Mitglied des Gemeinderates von Ichtegem: „Die chemische Industrie in Europa ist nicht nur ein weiterer Sektor, sondern ein strategisches Rückgrat unserer Wirtschaft und Sicherheit. Wenn es uns nicht gelingt, die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen, erschwingliche Energie zu sichern und einen fairen Welthandel zu verteidigen, laufen wir Gefahr, ganze Wertschöpfungsketten zu verlieren. Heute treten die Regionen auf und führen von Grund auf, Schulter an Schulter mit der Industrie, um Innovation in Beschäftigung und Wachstum umzuwandeln. Wir wissen, was sich ändern muss. Die Zeit des Zögerns ist vorbei – jetzt muss Europa liefern.“ 

Hintergrund

  • Neue AdR-Studie  zum Thema „Ein ortsbezogener Ansatz zur Stärkung der chemischen Industrie der EU in den Regionen und Städten“ (März 2026). 

Kontakt: 

Hélène Dressen
Tel: +32 471502795
Helene.dressen@cor.europa.eu  

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