Die Lage der Regionen und Städte in der Europäischen Union
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Rede zur Lage der Regionen und Städte
„In diesem Jahresbericht werden die Sorgen und Probleme unserer Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Städte und Regionen beschrieben. Gleichzeitig würdigt der Bericht aber auch Ehrgeiz, Führungsstärke, Kreativität und Innovationsfähigkeit. Er zeigt, wie wir mithilfe der Kohäsionspolitik Europas Stärke von innen bewahren können. Diese Politik ist das konkreteste sowie am stärksten dezentralisierte und langfristig stabilisierende Instrument Europas. Sie verbindet uns durch Werte und gemeinsame Investitionen in die Zukunft jedes einzelnen von uns. Sie ist Europas Resilienzstrategie. Der neue Haushaltsvorschlag droht, die Kohäsionspolitik zu nationalisieren, von Brüssel loszulösen und die Mittel dafür zu kürzen. Die Folge wäre ein erbitterter Kampf um die Ressourcen zwischen den Regionen und den Landwirten. Deshalb machen wir uns alle für die Zukunft des Zusammenhalts stark.“
Kata TÜTTŐ, Präsidentin des Europäischen Ausschusses der Regionen
Am 13. Oktober 2025 hat der Europäische Ausschuss der Regionen seinen sechsten EU-Jahresbericht zur Lage der Regionen und Städte vorgelegt. Der Bericht enthält einen umfassenden Überblick über die dringendsten Herausforderungen, mit denen die Städte und Regionen Europas derzeit konfrontiert sind, sowie Lösungen auf lokaler Ebene, die als Grundlage für politische Entscheidungen für die Zukunft der Union dienen.
In ihrer Rede zur Lage der Regionen und Städte während der Eröffnung der Europäischen Woche der Regionen und Städte stützte sich AdR-Präsidentin Kata TÜTTŐ auf die Ergebnisse des Jahresberichts.
Im Einklang mit den neuen politischen Prioritäten des AdR für 2025–2030 wird im Jahresbericht dargelegt, wie die Regionen und Städte die Klima- und Energiekrise, den demografischen Wandel, den Investitionsbedarf, ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit und die Krisenvorsorge wahrnehmen und darauf reagieren. Auch die zentrale Rolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften bei der Verwirklichung des langfristigen Wandels in Europa und beim Aufbau einer kohärenteren, widerstandsfähigeren und engeren Union wird herausgestellt.
©Europäische Union / Vincent Duterme
© Europäische Union / Octavian Carare
Eines der Probleme, die den Bürgerinnen und Bürgern zunehmend Sorge bereiten und sowohl für die Städte als auch für die Regionen eine Herausforderung darstellen, ist die Wohnungsnot. Dem Jahresbericht zufolge handelt es sich dabei um ein strukturelles Problem, das sich auf den territorialen Zusammenhalt, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und das Wohlergehen von Millionen europäischer Bürgerinnen und Bürger auswirkt.
Die Veröffentlichung des Jahresberichts fällt in diesem Jahr mit der Debatte über den mehrjährigen Finanzrahmen für 2028–2034 zusammen. Der AdR ist bereit, sich für einen Haushalt einzusetzen, der die Regionen und Städte und die territoriale Solidarität stärkt und sicherstellt, dass kein Ort und kein Mensch zurückgelassen wird. Gleichzeitig weist der Ausschuss auch auf die Gefahr einer Renationalisierung und Zentralisierung der EU-Politik hin, insbesondere im Hinblick auf die Kohäsionsmittel. Er fordert eine Union „von unten nach oben“, in der die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften die Zukunft Europas nicht nur umsetzen, sondern mitgestalten.
Wichtigste Punkte des EU-Jahresberichts 2025
Scrollen Sie durch die interaktive Digital Story (nur auf Englisch) mit den neun wichtigsten Punkten des EU-Jahresbericht zur Lage der Regionen und Städte 2025.
© Europäische Union / Octavian Carare
Veröffentlichungen
Barometer zur Lage der Regionen und Gemeinden
In der vom Europäischen Ausschuss der Regionen in Auftrag gegebenen und von Ipsos durchgeführten Flash-Eurobarometer-Umfrage werden über 3 300 Regional- und Kommunalpolitiker der EU befragt, die ein sehr vielfältiges Spektrum von Wahlkreisen auf verschiedenen Regierungsebenen repräsentieren.
Die Umfrage bietet lokalen Entscheidungsträgern, von denen viele nicht in die Arbeit des AdR eingebunden sind, eine Plattform, auf der sie ihre Ansichten und ihre Wahrnehmung in Bezug auf die EU-Finanzierung, die Prioritäten zur Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Instabilität und die von den lokalen Gebietskörperschaften als Reaktion auf Krisen und den Klimawandel ergriffenen Maßnahmen äußern können.
Eine visuelle Zusammenfassung der EU-weiten Ergebnisse in englischer Sprache sowie länderspezifische Factsheets, in denen nationale Daten mit dem EU-Durchschnitt verglichen werden, stehen in allen Amtssprachen zur Verfügung.