Unsere Arbeit
Die Fachkommission für natürliche Ressourcen (NAT) koordiniert die Legislativtätigkeit des AdR zu einer Vielzahl von Themen im Zusammenhang mit der Agrarpolitik, der Ernährungspolitik, der Entwicklung des ländlichen Raums, dem Katastrophenschutz, der öffentlichen Gesundheit, der Forstwirtschaft, dem Tourismus, dem Verbraucherschutz, der Meerespolitik bzw. blauen Wirtschaft und Fischerei, der Bioökonomie und Böden.
Die Zukunft der Landwirtschaft und der Ernährung
Mehrere Schwerpunktbereiche der Fachkommission NAT betreffen die Zukunft der Landwirtschaft und der Ernährung. Als Richtschnur für die Legislativvorschläge zur gemeinsamen Agrarpolitik nach 2027 dient die Vision für Landwirtschaft und Ernährung der Europäischen Kommission. Die Fachkommission NAT wird sich dafür stark machen, dass ihre Empfehlungen bei künftigen Legislativvorschlägen berücksichtigt werden und die regionale Dimension in der Politik zum Tragen kommt.
Die Fachkommission NAT arbeitet an Lösungsansätzen, mit denen die Resilienz der lokalen und regionalen Lebensmittelsysteme gestärkt und die Nachhaltigkeit in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette verbessert werden kann. Sie setzt sich dafür ein, dass regionale Wirtschaftssysteme durch die öffentliche Beschaffung von Lebensmitteln, kürzere Lieferketten und das EU-Schulprogramm gestärkt werden.
Resilienz
Resilienz bedeutet, Schocks antizipieren, sich darauf vorbereiten und ihnen standhalten zu können und die gewonnenen Erfahrungen für die Zukunft zu nutzen. Durch die COVID-19-Pandemie, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, aber auch extreme Wetterereignisse haben unsere Städte und Regionen unmittelbar erlebt, wie fragil Stabilität und Wohlergehen sind. Es hat sich gezeigt, dass die größte Herausforderung für die ländlichen Gebiete sowie die Städte und Regionen in der EU darin besteht, sich für den Krisenfall zu wappnen und in der Lage zu sein, Krisen zu meistern und sich davon zu erholen.
Die Fachkommission NAT wird sich politisch auf die Frage der Widerstandsfähigkeit der ländlichen Gebiete, Städte und Regionen und entsprechende Vorsorge konzentrieren. Die Frage nach Schwachstellen und Möglichkeiten der besseren Absicherung wird als Querschnittsthema in allen politischen Arbeitsbereichen der Fachkommission erörtert werden – mit einem Ziel: unsere Regionen zu stärken und besser in die Lage zu versetzen, auf Krisen zu reagieren und sie zu überwinden.
Vulnerabilitätsanzeiger
Der Vulnerabilitätsanzeiger ist eine interaktive Anwendung, die auf Ersuchen des AdR von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission entwickelt wurde. Der Anzeiger ist in fünf Bereiche unterteilt, die jeweils auf soziale, wirtschaftliche, politische, ökologische und physische Aspekte ausgerichtet sind. Er soll durch die Erhebung von Messdaten und Überwachungstätigkeiten dazu beitragen, ein genaueres Bild von der Gefährdungslage Europas in Bezug auf Katastrophen zu erhalten. Die Detailstufe der Überwachung reicht bis zur NUTS-3-Ebene, und die Messdaten zur Gefahrenlage werden kontinuierlich erhoben. Dadurch kann der Anzeiger politischen Entscheidungsträgern in Bezug auf Maßnahmen zur Verbesserung der Katastrophenresilienz vor Ort gute Dienste leisten.
In der Story Map zu erfolgreichen lokalen und regionalen Investitionen in Katastrophenresilienz werden fünf inspirierende bewährte Verfahren vorgestellt, die veranschaulichen, wie lokale und regionale Gebietskörperschaften in ganz Europa wirksam in Katastrophenresilienz investieren.
EU-Bio-Auszeichnungen
Die Fachkommission NAT ist auch zusammen mit der Europäischen Kommission, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, dem Copa-Cogeca und IFOAM Organics Europe an der Organisation der EU-Bio-Auszeichnungen beteiligt. Mit diesen Auszeichnungen kann der Beitrag unterschiedlicher Akteure der Verarbeitungskette ökologischer/biologischer Erzeugnisse zur Verringerung der Auswirkungen der Landwirtschaft auf Klima und Umwelt gewürdigt werden.