AdR-Foresight-Netzwerk untersucht Szenariobildung im Rahmen des Projekts Korsika Pruspettiva 2050
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- Konstitutionelle und institutionelle Fragen
- Öffentliche Verwaltung
Die zweite Sitzung des AdR-Foresight-Netzwerks der Städte und Regionen der EU fand am 17. Juni 2026 online statt und brachte mehr als zwanzig Vertreter aus Städten, Regionen und Experten für Vorausschau auf EU-Ebene zusammen, um praktische Erfahrungen mit Bauszenarien in der Regionalplanung auszutauschen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie die Erstellung von Szenarien die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften bei der Vorbereitung auf zahlreiche Unsicherheiten unterstützen kann.
Der Hauptfall war Korsika Pruspettiva 2050, eine langfristige Vorausschau, die von der korsischen Versammlung entwickelt wurde. Präsentiert von Corinne Idda vom Kabinett des Generalsekretärs der Versammlung, untersucht das Projekt vier mögliche Zukunftsperspektiven für Korsika bis 2050. Die Übung zielte nicht darauf ab, die Zukunft vorherzusagen, sondern mögliche Entwicklungen expliziter zu machen, Schwachstellen und Spannungen zu identifizieren und die öffentliche Entscheidungsfindung in einem Kontext der Unsicherheit zu unterstützen.
Der Fall Korsika zeigte, wie die Szenarioarbeit politische Steuerung, Experteneingabe, öffentliche Debatte und partizipative Methoden zu einem gemeinsamen Rahmen für langfristige Überlegungen zusammenführen kann. In der Diskussion wurden auch mehrere Bedingungen für eine erfolgreiche Vorausschau hervorgehoben, darunter eine starke politische Führung, eine breite institutionelle Unterstützung, das Engagement von Experten, die kollektive Validierung und die Fähigkeit, über sektorspezifisches Denken hinaus zu einem systemischeren Ansatz überzugehen.
Die Sitzung umfasste auch eine methodische Präsentation von Laurent Bontoux von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission zur Szenarioentwicklung und Szenarioexploration. Die Teilnehmer diskutierten, wie Szenarien Visionen unterstützen, Übergangspfade identifizieren, Meilensteine definieren und klären können, wo politische Maßnahmen erforderlich sind, um die Vorausschau von der Analyse zur praktischen Anwendung in der Politikgestaltung zu bewegen. Ferner wurde eine kurze Vorausschau der GFS über die Zukunft der Demokratie vorgestellt, in der die Auswirkungen der KI auf demokratische Systeme hervorgehoben wurden.
Insgesamt unterstrich der Austausch, dass die Erstellung von Szenarien ein nützliches Instrument für Städte und Regionen sein kann, wenn sie eindeutig mit der Entscheidungsfindung und politischen Maßnahmen verknüpft ist. Um wirksam zu sein, müssen Szenarien den politischen Entscheidungsträgern helfen, Schwachstellen zu erkennen, mögliche Wege zu erkunden und langfristiges Denken in konkrete Entscheidungen für die Zukunft zu übersetzen.