Regionen präsentieren strategische Vorausschau-Initiativen auf dem OECD Global Forum on Local Development
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Der Europäische Ausschuss der Regionen, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Europäische Vereinigung der Entwicklungsagenturen (EURADA) brachten Vertreter regionaler Behörden und Entwicklungsagenturen zusammen, um sich unter Fachleuten darüber auszutauschen, wie die strategische Vorausschau die Regionen bei der Vorbereitung auf wirtschaftliche, technologische und klimatische Herausforderungen unterstützen kann. Die Veranstaltung fand im Rahmen des OECD Global Forum on Local Development vom 28. bis 29. Mai in Maastricht (Niederlande) statt.
Als Beitrag zur Eröffnungssitzung im Namen des AdR erläuterte der stellvertretende Direktor Bert Kuby die Arbeit des Ausschusses zur Unterstützung der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften bei der Entwicklung von Vorausschaukapazitäten und der Einbettung zukunftsorientierten Denkens in die Politikgestaltung. Er betont, wie wichtig es sei, Vorausschauprozesse mit der konkreten Umsetzung politischer Maßnahmen zu verknüpfen.
Die regionalen Teilnehmer tauschten technische Beispiele dafür aus, wie Vorausschau zur Unterstützung des wirtschaftlichen Wandels und der Resilienz eingesetzt wird.
Robbert Koldenhof, Direktor von LIOF, der regionalen Entwicklungsagentur von Limburg in den Niederlanden, stellte den Übergang der Region von der Kohleabhängigkeit zu Innovationsökosystemen rund um den Brightlands-Campus vor. Elisabetta Maini, Direktorin des Sektors Forschung, Innovation und europäische Netze in der Regionalregierung Emilia-Romagna in Italien, veranschaulichte, wie die jüngsten Krisen zur Integration der Vorausschau in Forschungs- und Innovationsstrategien geführt und die Grenzen traditioneller Planungszyklen aufgezeigt haben.
Antonio Castro, Generaldirektor von Andalucía TRADE in Spanien, präsentierte Horizont-Scan-Ansätze und Investitionsinstrumente zur Unterstützung mittelständischer Unternehmen sowie strategische Projekte wie das IMEC-Halbleiterzentrum in Málaga. Der Regionalrat Helsinki-Uusimaa in Finnland, vertreten durch seine Innovationsmanagerin Venla Virkamäki, tauschte seine Erfahrungen mit Prognoseanwendungen in Bereichen wie Arbeitsmärkte, Anpassung an den Klimawandel und Jugendengagement aus.
Im Rahmen des Austauschs wurden gemeinsame Herausforderungen in allen Regionen aufgezeigt, darunter der industrielle Wandel, die Talententwicklung, die Anpassung an den Klimawandel und die wirtschaftliche Unsicherheit. Die Teilnehmer betonten den Wert einer strukturierten europäischen Zusammenarbeit bei der strategischen Vorausschau in der öffentlichen Verwaltung und wiesen auf Interreg-Europa-Projekte wie die strategische Vorausschaupartnerschaft und die Intensivierung sektorübergreifender Innovationen in der EU als praktische Plattformen für Peer-Learning und Experimente hin.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Europäischen Ausschuss der Regionen organisiert, der mit der OECD und anderen wichtigen Partnern zusammenarbeitet, um die strategische Vorausschau zur Unterstützung der Politikgestaltung voranzutreiben.