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Vorausschaugespräch mit dem ersten walisischen Kommissar für künftige Generationen

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Am 24. Juni veranstaltete der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) ein Vorausschaugespräch mit Sophie Howe, der ersten für Wales zuständigen Kommissarin für künftige Generationen. Die Veranstaltung brachte regionale Vertretungen in Brüssel, institutionelle Partner sowie AdR-Bedienstete und Praktikanten zusammen, um zu untersuchen, wie langfristiges Denken besser in die öffentliche Entscheidungsfindung eingebettet werden kann.

Die Diskussion ist Teil der Reihe „Foresight Talks“ des AdR, in der politische Entscheidungsträger und Praktiker zusammenkommen, um Ansätze für eine widerstandsfähigere und zukunftsorientiertere Politikgestaltung auszutauschen.

Die Sitzung wurde von Jelena Drenjanin (SE/EVP), AdR-Mitglied und Koordinatorin für Vorausschau, eröffnet, die betonte, dass die gegenwärtigen Forderungen mit den Interessen künftiger Generationen in Bereichen wie Wohnraum, Mobilität, Klima und öffentliche Finanzen in Einklang gebracht werden müssen. Sie betont, dass die Förderung der Generationengerechtigkeit eine stärkere Nutzung der strategischen Vorausschau erfordert, um fundierte Entscheidungen auf lokaler und regionaler Ebene zu unterstützen.

Sophie Howe erläutert die wichtigsten Lehren aus ihrer Amtszeit 2016-2023, einer Rolle, die im Rahmen des walisischen Gesetzes über das Wohlergehen künftiger Generationen eingerichtet wurde. Das Kommissionsmitglied hat zwar keine ‑-Beschlussfassungsbefugnisse, kann aber Einfluss auf die Politik nehmen, indem es Vorschläge, die nicht mit langfristigen Zielen in Einklang stehen, öffentlich in Frage stellt.

In ihrem Beitrag betont sie, dass die Integration langfristiger Perspektiven nicht nur strategisch, sondern auch praktisch ist. Dazu gehört die Einbettung von Vorausschau in die Tages-‑to‑day-Politikgestaltung und die Erforschung alternativer Zukunftsperspektiven. Beispiele aus Wales zeigten spürbare Auswirkungen, einschließlich Abfallreduzierung und Verkehrsveränderungen, insbesondere Widerstand gegen ein neues Straßenprojekt mit ungleichen territorialen Vorteilen.

Die Diskussion bestätigte ein starkes Interesse an der Anwendung dieser Ansätze in der gesamten EU sowie die Erkenntnis, dass sich die EU-Strategie für Generationengerechtigkeit (IGF) in konkretere Maßnahmen umsetzen sollte. Er betonte auch, dass das IGF noch nicht weithin als wirklich strategischer Rahmen wahrgenommen wird und als solcher weiter positioniert und operationalisiert werden sollte.

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