Green Deal

Meldorf – Kulturhauptstadt Dithmarschens, Fair-Trade-Stadt, cittaslow, nachhaltige Stadtentwicklung und Vorreiterin in Sachen Wärmewende

Standort: Schleswig-Holstein, Schleswig-Holstein, Deutschland

Auf dieser Seite

  • Energieeffizienz von Gebäuden
  • Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung
  • Strategie/Plan für Klimaneutralität oder für den Grünen Deal
  • CO2-/Klimaneutralität
  • Erneuerbare und saubere Energie (Sonne, Wind, sauberer Wasserstoff usw.)
  • Energieeffizienz von Gebäuden
  • Nachhaltige/umweltgerechte öffentliche Beschaffung
  • Nachhaltige Raum- und Stadtplanung

Meldorf gestaltet seine Energieversorgung klimaneutral und ist Vorbild für eine nachhaltige kommunale Daseinsvorsorge. Das Projekt bietet zudem die Chance den Einsatz von großen Wärmespeichern zur verstärkten Nutzung von Solarthermie-Großanlagen in Norddeutschland zu erproben.

​​Die Stadt Meldorf plant die klimafreundliche Fernwärmeversorgung der öffentlichen Liegenschaften. Dabei soll der Großteil des Wärmebedarfes aus der Abwärme der lokalen Druckerei und Biogasanlage kommen. Voraussetzung für einen hohen Abwärmenutzungsanteil ist der Einsatz eines rd. 50 000 m³ Erdwärmespeichers. Gerade im Sommer besteht ansonsten keine Möglichkeit, die Abwärme sinnvoll zu nutzen. Das Projekt ist ein Beispiel für die Nutzung vorhandener Energieressourcen zur klimaneutralen Versorgung von Liegenschaften. Es bietet zudem die Chance, auch für Norddeutschland mittelfristig den Einsatz von großen Wärmespeichern zur verstärkten Nutzung von Solarthermie – wie in Dänemark – zu erproben.

Für die Umsetzung hat die Stadt Meldorf eine kommunale Gesellschaft, die WIMeG (WärmeInfrastruktur Meldorf GmbH & Co.KG) gegründet. Über das BMU Förderprogramm Kommunale Klimaschutz Modellprojekte wird das Vorhaben derzeit – trotz Corona – umgesetzt. In weiteren Schritten soll die Einbindung von Solarthermie und der Anschluss weiterer Wohn- und Gewerbegebäude erfolgen.

Die Investitionen betragen rd. 6 Mio. Euro. Die dadurch eingesparte Menge an CO 2 beträgt rd. 90 %. Ohne Speicher läge die Einsparung lediglich bei 25 %.

„Der Wärmeingenieur soll nicht nur Kalorienfänger sein, sondern über die nächsten Grenzen seines Gebietes hinaus sehen, da hier mitunter viel mehr zu holen ist als durch die Brennstoffersparnis.“

Verfasser

Bernd Claus VOß

Fachkommission