Green Deal

Sprakebüll - die höchste E-Mobilitätsdichte in Deutschland, gemeinschaftliche Wind- und Solarparks, eigene Nahwärme, gemeinnützige Bürgerstiftung

Standort: Schleswig-Holstein, Schleswig-Holstein, Deutschland

Auf dieser Seite

  • Erneuerbare und saubere Energie (Sonne, Wind, sauberer Wasserstoff usw.)
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Saubere und nachhaltige Mobilität
  • Nachhaltige Raum- und Stadtplanung

Sprakebüll zeigt, was möglich ist, wenn engagierte und mutige Bürgerinnen und Bürger sich zusammentun, um direkt vor Ort Raum für Innovation zu schaffen. Die Gemeinde beweist außerdem, dass E Mobilität und Carsharing attraktive Lösungen für die ländliche Daseinsfürsorge sind.

Bürgerwindparks, Solarparks mit Bürgerbeteiligung, eine gemeinnützige Bürgerstiftung, ein eigenes Nahwärmenetz in Gemeindehand und die größte E-Autodichte Deutschlands. Sprakebüll, ein kleines Dorf mit 250 Einwohnern am äußersten Rand Deutschlands in einer sehr ländlichen, primär von Landwirtschaft geprägten Region, ist bereits seit 1998 auf dem Weg der Nachhaltigkeit und kombiniert das geschickt mit ländlicher Daseinsvorsorge.

Knapp 30 E-Autos kommen derzeit in Sprakebüll auf ca. 250 Einwohnerinnen und Einwohner. Laut Schätzungen sparen die Sprakebüller durch ihre E-Autos ca. 40 Tonnen CO 2 im Jahr. Bürgerinnen und Bürger, die inzwischen selbst ein E-Auto gekauft oder geleast haben, konnten anfängliche Skepsis durch Testfahrten schnell abbauen. Darüber hinaus trägt das „Dörpsmobil“ dazu bei, dass viele ihren Zweitwagen abschaffen. Auch dieses Projekt ist gemeinschaftlich organisiert über den dafür gegründeten Verein „e-Mobiles Dorf Sprakebüll e.V.“. Reparaturen, Reinigung und Laden funktionieren dank ehrenamtlicher Bürgerinnen und Bürger. Heute hat Sprakebüll auch eine Schnellladestation.

An das gemeindeeigene Nahwärmenetz sind 52 Haushalte im Ortskern angeschlossen, so auch die Gastwirtschaft und das Feuerwehrgerätehaus. Weitere Anschlüsse kommen durch Neubaugebiete dazu. Die Einsparung beim CO 2 -Ausstoß wurde auf 290 Tonnen pro Jahr errechnet. Die Länge des Wärmenetzes beläuft sich auf rund 2,5 Kilometer, die Heizöleinsparung auf jährlich etwa 150 000 Liter.

Verfasser

Bernd Claus VOß

Fachkommission