Hélène Dressen
helene.dressen@cor.europa.eu
Der Vorsitzende der Fachkommission für natürliche Ressourcen (NAT)des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR), Karsten Uno PETERSEN,nahm an denEU-Agrar- und Lebensmitteltagen 2024 teil, um sich über diewichtigsten Prioritäten und Forderungen der Regionen und Städte bei der Gestaltung der Zukunft der Landwirtschaft und des Lebensmittelsektors in den kommenden Jahren auszutauschen.
Für Karsten Uno PETERSEN (DK/SPE), Regionalrat in Süddänemark, muss die EU dem derzeitigen Status quo in der Landwirtschaft ein Ende setzen, „der unsere ländlichen Gebiete entvölkert, die wesentliche Arbeit unserer Landwirte entwertet, die Geographie der Unzufriedenheit nährt und unseren Planeten zerstört. Wir müssen uns auf eine gerechtere, nachhaltigere und attraktivere Art der Erzeugung unserer Lebensmittel zubewegen.“
Der Vorsitzende der Fachkommission NAT erinnert an die Kernaussagen der jüngsten Stellungnahmen, die von Vertretern der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften im AdR verabschiedet wurden, um dieses Ziel zu erreichen.
Um die europäische Agrarkrise nachhaltig zu lösen, ist es von entscheidender Bedeutung, soziale Ungleichheiten zu verringern, indem die GAP-Zahlungen an kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe angepasst werden. Die Gewährleistung fairer und stabiler Preise durch wirksame Marktregulierung – sowohl intern als auch international – ist von entscheidender Bedeutung, um das Einkommen der Landwirte zu verbessern und neue Generationen zu gewinnen, um dem Rückgang des Sektors entgegenzuwirken. Die Gewinnung von Junglandwirten erfordert auch die Förderung lebendiger ländlicher Gebiete mit verbesserten Lebensbedingungen sowie verstärkte LEADER-Programme für die Entwicklung des ländlichen Raums und einen vereinfachten Zugang zu Finanzmitteln.
Der Vorsitzende der Fachkommission NAT fügte hinzu: „Dies kann weder durch eine Herabstufung der Ökologisierung der GAP noch durch den Verzicht auf unsere in der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ enthaltenen Verpflichtungen erreicht werden. Die Landwirte müssen beim Übergang zu einer nachhaltigen Landwirtschaft unterstützt werden, weshalb der GAP-Haushalt für die Ökologisierung durch zusätzliche Mittel ergänzt werden sollte.“
Schließlich betont er, wie wichtig es sei, die europäischen Regionen bei der Gestaltung und Umsetzung der Agrarpolitik zu stärken und durch die Regionalisierung der zweiten Säule der GAP maßgeschneiderte Interventionen zu ermöglichen.
Hintergrund
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Denmark
Mitglied
Regional Council Member, South Denmark Regional Council