Die Empfehlung der Parlamentarischen Partnerschaftsversammlung EU-Vereinigtes Königreich entspricht den Forderungen des AdR.
Antje Grotheer: " Europäischer Ausschuss der Regionen begrüßt die von der Europäischen Kommission am Dienstag vorgelegte 50 Milliarden EUR schwere „Ukraine-Fazilität“."
Die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften der Ukraine sollten gestärkt und effizienter aus dem Erholungs- und Wiederaufbauprozess der Ukraine hervorgehen, sagte eine Vertreterin der Städte und Regionen der Europäischen Union am Rande der internationalen Konferenz für den Wiederaufbau der Ukraine, die Unterstützung und Finanzmittel für die Erholung und den Wiederaufbau der Ukraine mobilisieren soll.
Die Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine, findet am 21. und 22. Juni in London statt, konzentriert sich auf die Mobilisierung internationaler Unterstützung für die wirtschaftliche und soziale Stabilisierung der Ukraine und die Erholung von den Auswirkungen des Krieges. u. a. durch Soforthilfe für den unmittelbaren Bedarf und die Finanzierung der Beteiligung des Privatsektors am Wiederaufbauprozess.
Antje Grotheer (DE/SPE), Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft und Mitglied im Europäischen Ausschuss der Regionen, sagte am Rande der Konferenz: "Wir begrüßen sehr, dass die Londoner Ukraine-Wiederaufbaukonferenz anerkennt, dass der Wiederaufbau der Ukraine inklusiv, grün und nachhaltig sein muss, aber auch auf einem dezentralen Ansatz aufbauen muss. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass die Wiederaufbaupläne so nah wie möglich an den Bedürfnissen vor Ort sind, es ist eine Garantie für Eigenverantwortung und wird dazu beitragen, dass die Ukraine frühzeitig die Methodik der EU-Regionalpolitik anwendet. Ein solcher dezentraler Ansatz geht mit einer Erhöhung der Investitionen in die Verwaltungskapazitäten der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften einher."
Angesicht des von der EU vorgestellten Plans, die Ukraine im Krieg gegen Russland mit zusätzlichen 50 Milliarden EUR zu unterstützen, sagte Grotheer: "Der Europäische Ausschuss der Regionen begrüßt in diesem Sinne auch die von der Europäischen Kommission am Dienstag vorgelegte 50 Milliarden EUR schwere „Ukraine-Fazilität“: sie sieht in der Tat die Einbeziehung der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften sowohl bei dessen Vorbereitung als auch bei dessen Umsetzung vor. Positiv zu bewerten ist auch, dass der Vorschlag der Kommission sich auf neue Mittel in Form von Darlehen in Höhe von 33 Milliarden EUR und Zuschüssen in Höhe von 17 Milliarden EUR stützt, anstatt Mittel aus bestehenden EU-Investitionsprogrammen wie der Kohäsionspolitik der EU abzuziehen."
Antje Grotheer ist seit Januar 2020 Mitglied im Ausschuss der Regionen (AdR) und engagiert sich zudem in der AdR-Arbeitsgruppe Ukraine. Dazu sagte sie: "Als deutsches Mitglied in der Arbeitsgruppe Ukraine des Europäischen Ausschusses der Regionen würdige ich das Ukraine-Engagement der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Svenja Schulze und des Staatssekretärs Jochen Flasbarth. Die Gastgeberrolle für die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz (URC) 2024 setzt da ein starkes Zeichen! Darüber hinaus baut das BMZ auf den Synergien von 152 deutsch-ukrainischen Stadtpartnerschaften auf.
Sie führte weiter aus: Seit dem 12. Juni freut es mich als Bremerin ganz besonders, dass mit der Unterzeichnung einer Gemeinsamen Absichtserklärung zwischen der Freien Hansestadt Bremen und der Oblast (Region) Odessa eine regionale langfristige Partnerschaft hinzukommt. Als EU-Ausschuss der Regionen haben wir nun die Hoffnung, dass das BMZ im Vorfeld der URC-2024 einen Fahrplan ausarbeitet, der den Zusammenhang zwischen dem Engagement der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften beim Wiederaufbau der Ukraine und der Vorbereitung des EU-Beitritts der Ukraine in den EU-Politikbereichen und EU-Programmen mit einer starken territorialen Komponente."
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