Bulgaria
Tanya HRISTOVA
Mitglied
Mayor of Gabrovo Municipality
Lokale und regionale Führungsrolle für inklusive, nachhaltige und ortsbezogene Übergänge
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Bauhaus-Bewegung in Dessau veranstaltete der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) am 15. April gemeinsam mit der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission und der Region Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bauhaus Dessau eine hochrangige Konferenz, um zu erörtern, wie das Neue Europäische Bauhaus (NEB) das Bauhaus-Erbe in konkrete Lösungen für den sauberen, digitalen und sozialen Wandel in Europa und die Schlüsselrolle der Städte und Regionen bei der Bereitstellung ortsbezogener Lösungen umsetzt.
Die Veranstaltung mit dem Titel „100 Jahre Bauhaus Dessau und das Neue Europäische Bauhaus: lokale Führungsrolle für einen gerechten Übergang“, die im AdR stattfand und lokale und regionale Entscheidungsträger, Mitglieder des Europäischen Parlaments, hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission, Sachverständige und Interessenträger aus ganz Europa zusammenbrachte.
Die Teilnehmer hoben hervor, wie das Bauhaus-Vermächtnis, das Innovation, Funktionalität und soziale Verantwortung kombiniert, die moderne Architektur und Stadtentwicklung geprägt hat und wie es weiterhin das Neue Europäische Bauhaus (NEB) inspiriert, eine wichtige EU-Initiative, die den sauberen und digitalen Wandel unterstützt, indem sie Ästhetik, inklusive und nachhaltige Lebenswelten mit Menschen und Orten im Mittelpunkt fördert.
In den Diskussionen wurde die Schlüsselrolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften bei der Bewältigung des sauberen, digitalen und sozialen Wandels hervorgehoben und betont, dass die Städte und Regionen bei der Gestaltung des Lebensumfelds, der Einbeziehung von Gemeinschaften und der Verwirklichung einer inklusiven und nachhaltigen Entwicklung, bei der niemand zurückgelassen wird, an vorderster Front stehen. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen betonten die Teilnehmer, dass die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften wesentliche Akteure der Entwicklung sind, die nicht nur technologisch und ökologisch effizient, sondern auch sozial integrativ ist.
Die Stärkung kleiner Gemeinden und ländlicher Gebiete sowie die Unterstützung von Regionen, die mit strukturellen und demografischen Herausforderungen konfrontiert sind, wurden in den Debatten als zentrale Prioritäten genannt. Die Teilnehmer betonten, dass diese Regionen gezielte Unterstützung benötigen, wenn sie übertragbare Lösungen entwickeln wollen. Sie betonten, dass die Unterstützung durch die EU für den territorialen Wandel und einen gerechten Übergang in ganz Europa von entscheidender Bedeutung ist und dass die NEB-Initiative bereits Lehren gezogen hat, die die künftige EU-Politik und den nächsten EU-Haushalt (2028-2034) prägen könnten.
Die Konferenz umfasste eine Grundsatzrede, hochrangige Podiumsdiskussionen und Beiträge aus Pilotprojekten. Ein spezielles Podium mit MdEP Marcos Ros Sempere (ES/S&D) konzentrierte sich auf das Pilotprojekt „NEB Boost for Small Municipalities“ und darauf, wie die Grundsätze des NEB in die Praxis umgesetzt werden können.
Zitate
Tanya Hristova (BG/EVP), Erste stellvertretende Vorsitzende der Fachkommission SEDEC und Bürgermeisterin von Gabrovo: „Bei Bauhaus ging es nie nur um Design. Es ging darum, das Leben der Menschen zu verbessern, indem Kreativität, Technologie und Gesellschaft zusammengebracht werden. Aber es lehrt uns auch etwas Grundlegendes: Große Ideen brauchen lokale Führung, um Realität zu werden. Der Wandel in Europa wird nur gelingen, wenn unsere Städte und Regionen den Mut haben, Veränderungen voranzutreiben und Visionen in Taten umzusetzen.“
Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär, Staatskanzlei Sachsen-Anhalt: „Das Bauhaus und das Neue Europäische Bauhaus teilen ein Grundprinzip: Sie nehmen Veränderungen an und gestalten sie aktiv mit. Strukturwandel ist nicht nur ein industrieller Prozess; Es ist auch eine soziale. In diesem Zusammenhang dient die regionale Identität als treibende Kraft. Mit dem Neuen Europäischen Bauhaus werden Laboratorien in der Praxis eingerichtet, in denen Fachkräfte, Designer und Bürgerinnen und Bürger zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen für ihre lokalen Gemeinschaften zu entwickeln.“
Dr. Barbara Steiner, Direktorin und Geschäftsführerin der Stiftung Bauhaus Dessau (Online-Beteiligung): „Das Bauhaus steht für Moderne, für Fortschritt, für Zukunfts- und Technologieglauben und ist eng mit der industriekulturellen Geschichte Mitteldeutschlands verbunden. Damals reagierte das Bauhaus mit Experimentierfreude und Designexperimenten auf die sozioökonomischen Herausforderungen. Das Neue Europäische Bauhaus befasst sich mit unseren heutigen Herausforderungen und erweitert sozio-ökonomische und ästhetische Dimensionen auf ökologische und integrative Dimensionen. In diesem Rahmen kann uns das Bauhaus heute dabei helfen, aus den Misserfolgen der Moderne zu lernen und Freude an der Schaffung einer Denkweise zu finden, die auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft beruht.“
Hintergrund
Kontakt
von Ngela Machado
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