Bulgaria
Tanya HRISTOVA
Mitglied
Mayor of Gabrovo Municipality
Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) veranstaltete zusammen mit der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission am 5. Mai in Brüssel ein hochrangiges Seminar, um zu erörtern, wie Europas neue Strategie für Forschungs- und Technologieinfrastrukturen regionale Innovationsökosysteme stärken und die globale Wettbewerbsfähigkeit der EU stärken kann.
Die Veranstaltung, die im AdR stattfand, brachte politische Entscheidungsträger, regionale Entscheidungsträger und Experten für Forschung und Innovation zusammen, um zu erörtern, wie eine besser koordinierte und zugängliche europäische Infrastrukturlandschaft lokale Exzellenz besser mit den umfassenderen strategischen Zielen der Europäischen Union verbinden könnte.
Bei der Eröffnung des Seminars unterstrich Tanya Hristova (BG/EVP), Bürgermeisterin von Gabrovo und erste stellvertretende Vorsitzende der Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung, Beschäftigung, Forschung und Kultur (SEDEC) des AdR, wie wichtig es sei, die Regionen und Städte in den Mittelpunkt der Innovationsagenda der EU zu stellen. Sie betont, dass die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften nicht nur politische Maßnahmen umsetzen, sondern auch strategische Akteure sind, die wettbewerbsfähige Innovationsökosysteme gestalten und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben können.
Eszter Lakos (HU/EVP), Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments, betonte, dass Infrastrukturinvestitionen an die industriellen und technologischen Prioritäten der EU angepasst werden müssen. Sie weist ferner darauf hin, wie wichtig es sei, stärkere Synergien zwischen EU-Finanzierungsinstrumenten und regionalen Kapazitäten zu schaffen, um die langfristige Wirkung zu maximieren.
Hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission betonten die Notwendigkeit eines besser koordinierten und zugänglicheren Infrastrukturökosystems in ganz Europa. Sie betonten, dass die Verbesserung des grenzüberschreitenden Zugangs zu Infrastrukturen für Forscher, Innovatoren und die Industrie von wesentlicher Bedeutung für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsleistung Europas sein wird.
Während der Diskussionen betonten die Teilnehmer die zentrale Rolle der Städte und Regionen bei der Aufnahme und Integration von Forschungs- und Technologieinfrastrukturen in lokale Innovationsökosysteme, die Universitäten, KMU, Behörden und Industrie miteinander verbinden.
Während der Podiumsdiskussion nannten die Redner die Fragmentierung und den ungleichen Zugang zu Infrastrukturen als zentrale Herausforderungen für die Innovationslandschaft Europas. Gleichzeitig wiesen sie auf erhebliche Möglichkeiten hin, die Zusammenarbeit auszubauen, die Valorisierung von Wissen zu stärken und überregionale Partnerschaften aufzubauen.
In der Abschlusssitzung erläuterte Markku Markkula (FI/EVP), Mitglied des Stadtrates von Espoo und Berichterstatter für die AdR-Stellungnahme „Eine europäische Strategie für Forschungs- und Technologieinfrastrukturen“, die Kernbotschaften und Empfehlungen der Institution zu diesem Thema. Er betonte, dass ein erfolgreicher europäischer Ansatz auf einer stärkeren Multi-Level-Governance beruhen muss, um sicherzustellen, dass die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften sowohl in die Konzeption als auch in die Umsetzung der Strategie umfassend einbezogen werden. Er betonte auch, wie wichtig es sei, dafür zu sorgen, dass Infrastrukturinvestitionen greifbare Vorteile für die Bürger und Gebiete bringen, einschließlich neuer Arbeitsplätze, der Entwicklung von Kompetenzen und der Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit.
Das Seminar endete mit dem gemeinsamen Verständnis, dass die künftige Innovationskraft der EU von ihrer Fähigkeit abhängen wird, regionale Exzellenz mit einer gemeinsamen strategischen Vision zu verbinden und eine vielfältige Infrastrukturlandschaft in ein integriertes und weltweit wettbewerbsfähiges europäisches Netzwerk zu verwandeln.
Zitate
Heike Raab (DE/SPE), Staatssekretärin der rheinland-pfälzischen Landesregierung und Vorsitzende der SEDEC: „Forschungs- und Technologieinfrastrukturen sind strategische Vermögenswerte, die von den lokalen und regionalen Gebietskörperschaften gehostet und kofinanziert werden. Regionen und Städte bauen die Ökosysteme auf, die ihnen Leben schenken, indem sie Universitäten, Forschungseinrichtungen, KMU, Start-ups und öffentliche Dienstleistungen miteinander verbinden.“
Tanya Hristova (BG/EVP), Bürgermeisterin von Gabrovo und erste stellvertretende Vorsitzende der Fachkommission SEDEC: „Das Ziel ist klar: die europäischen Forschungs- und Technologieinfrastrukturen in ein vernetztes, zugängliches und wettbewerbsfähiges Netz umzuwandeln und gleichzeitig sicherzustellen, dass die lokalen Gemeinschaften aktiv von ihrer Präsenz profitieren.“
Hintergrund
Bulgaria
Mitglied
Mayor of Gabrovo Municipality
Finland
Mitglied
Member of the Espoo City Council
Germany
Mitglied
State Secretary, Rhineland Palatinate State Government