Pressemitteilung

Grüner Deal und Gesundheit: lokal gesteuerte Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen retten Leben in den Städten und Regionen der EU

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Erika von Kalben: “Die Auswirkungen des Klimawandels rufen nicht nur körperliche Krankheiten sondern auch Unsicherheiten bei vielen Menschen hervor.”

Der Europäische Ausschuss der Regionen fordert nachdrücklich, die Umsetzung des europäischen Grünen Deals gemeinsam mit den lokalen und regionalen Gebietskörperschaften zu beschleunigen, um auf die Gesundheitsgefahren infolge von Umweltverschmutzung und Klimawandel zu reagieren. Die Mitglieder verabschiedeten die von Juan Manuel Moreno Bonilla (ES/EVP), Präsident der Regionalregierung von Andalusien, ausgearbeiteten Empfehlungen auf der Plenartagung am 31. Januar.

Laut der Europäischen Umweltagentur wird ein Achtel der jährlichen Todesfälle in der Europäischen Union durch die verschiedenen Formen der Umweltverschmutzung verursacht. Große Bedrohungen für die menschliche Gesundheit gehen nicht nur von der Luft- und Wasserverschmutzung und der Bodendegradation aus, sondern auch von den längeren und häufigeren Dürren, Hitzewellen und anderen extremen Wetterereignissen sowie von der Ausbreitung von Krankheiten in Verbindung mit dem Klimawandel.

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) dringt darauf, diese Gesundheitsgefahren anzugehen und hierzu die Umsetzung des Europäischen Klimagesetzes und des Pakets „Fit für 55“ zur Verringerung der direkten CO2-Emissionen voranzutreiben. Er fordert einmal mehr die vollständige und verbindliche Angleichung der Luftqualitätsrichtlinie bis 2035 an die 2021 angenommenen WHO-Leitlinien und hebt die Bedeutung der sich aus dem Null-Schadstoff-Aktionsplan ergebenden Maßnahmen hervor. Mit diesem Aktionsplan wird eine schadstofffreie Umwelt ohne gesundheits- und ökosystemschädliche Luft-, Wasser- oder Bodenverschmutzung angestrebt.

Der AdR bekräftigt die Schlüsselrolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften bei der Umsetzung und Entwicklung von Strategien und Maßnahmen im Rahmen des europäischen Grünen Deals. Sie können dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels sowie der Umweltverschmutzung und -zerstörung auf die menschliche Gesundheit einzudämmen, indem sie nachhaltige Verkehrsmodelle fördern, die Ursachen städtischer Umweltverschmutzung angehen oder grün-blaue Infrastrukturen zur Erhaltung natürlicher Lebensräume schaffen. Deshalb müssen Kompetenzen, Finanzausstattung und Handlungsfähigkeit der lokalen und regionalen Ebene durch mehr Unterstützung gestärkt werden.

In der AdR-Stellungnahmewird auch betont, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen lokalen und regionalen Gebietskörperschaften, Gesundheitseinrichtungen und Umweltbehörden bei der Ausarbeitung regionalspezifischer Anpassungspläne und der Schaffung widerstandsfähiger und flexibler Gesundheitssysteme ist, die auf neue klimabedingte Gesundheitsgefahren reagieren können.

Die Stellungnahme geht mit einer Studieeinher, in der die Auswirkungen der auf lokaler und regionaler Ebene ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Umweltzerstörung analysiert werden. Darin sind zehn spezifische Fallstudien aufgeführt, die von Niedrigemissionszonen in Berlin und Brüssel bis hin zu umfassenderen Initiativen im Zusammenhang mit städtischer Begrünung und Mobilität wie Rotterdam Walks oder dem Healthy Streets-Programm in Budapest reichen. In der Studie wird empfohlen, die Auswirkungen auf die Gesundheit zu bewerten, um die Maßnahmen zu priorisieren, und es wird hervorgehoben, wie wichtig es ist, durch Kommunikation und Konsultation für öffentliche Akzeptanz zu sorgen.

Zitat:

Erika von Kalben (DE/Grüne), Vizepräsidentin des Landtags von Schleswig-Holstein, sagte: “Es ist erfreulich, dass der Bericht auch darauf hinweist, dass die Auswirkungen des Klimawandels, wie Hitze oder Luftverschmutzung, nicht nur körperliche Krankheiten hervorrufen, sondern auch Unsicherheiten bei vielen Menschen verursachen. Dies kann zu psychischen Belastungen und psychischen Krankheiten führen.”

Weitere Informationen:

Kontakt:

Lauri Ouvinen

Tel. +32 473536887

lauri.ouvinen@cor.europa.eu