Ângela Machado
Angela.Machado@cor.europa.eu
Bessere Sozialdienste zur Verringerung regionaler Ungleichheiten
Die Mitglieder der Fachkommission SEDEC erörterten und verabschiedeten eine Stellungnahmevon Declan McDonnell (IE/EA),Mitglied des Stadtrates von Galway, zum Thema „Bekämpfung territorialerUngleichheiten durch Verbesserung des Zugangs zu Sozialdiensten“. In der Stellungnahme wird die entscheidende Rolle der lokalen Gebietskörperschaften bei derGewährleistung des gleichberechtigten Zugangs zu sozialen Dienstleistungen hervorgehoben,trotz Herausforderungen wieunzureichender Infrastruktur, Mangel an qualifizierten Fachkräften und finanziellen Zwängen, insbesondere in abgelegenen Gebieten.
DieStaats- und Regierungschefsforderten eine integrierte regionaleEntwicklungsstrategie zur Förderungder sozialen Eingliederung, bezahlbaren Wohnraums,eines besserenöffentlichen Verkehrs und digitaler Kompetenzen, um diese Herausforderungen anzugehen. Sie betonten, dass esvon entscheidender Bedeutung ist, die Investitionen in ärmere und abgelegenere Regionen zu erhöhen und Maßnahmen aufzunehmen, die die Beteiligung schutzbedürftiger Gemeinschaften am Zugang zu kritischen Dienstleistungen gewährleisten. Die Mitglieder der Fachkommission SEDEC betonten, dass die Digitalisierung und Modernisierung von Dienstleistungen und die effiziente Verwendung von EU-Mitteln fürdie Bemühungen um eine wirksame VerringerungvonArmut und sozialer Ausgrenzung in der gesamten Union von entscheidender Bedeutung sind.
Berichterstatter: Declan McDonnell (IE/EA): „Die Gewährleistung eines gleichberechtigten Zugangs zu sozialen Dienstleistungen unabhängig von der geografischen Lage ist für den Abbau territorialer Ungleichheiten von entscheidender Bedeutung. In meiner Stellungnahme werden gezielte Investitionen, Digitalisierung und integrierte Dienstleistungen vorgeschlagen, um Ungleichheiten zu beseitigen und allen Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere denjenigen in abgelegenen oder unterversorgten Gebieten, die grundlegende Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohnungsdienstleistungen zu bieten, die sie verdienen.“
Diese Stellungnahme soll auf der November-Plenartagung verabschiedet werden.
Beseitigung der Obdachlosigkeit in der EU bis 2030
Die regionalen und lokalen Entscheidungsträger debattierten über die Obdachlosigkeitskrise in der EU. Im Mittelpunkt der Diskussion standen dasEPOCH-Praxisprojekt mitdem Ausschuss der Regionen (AdR) als strategischem Partner und seine potenzielle Rolle bei der Unterstützung des Bestrebens der EU, die Obdachlosigkeit bis 2030 zu beseitigen. In der Debatte wurde die Notwendigkeit innovativer Ansätze in den Bereichen Wohnungsbau und sozialeEingliederungunterstrichen. Die Regionen und Städte betonten auch die entscheidende Rolle des Austauschs bewährter Verfahren zur Bekämpfung der strukturellen Ursachen der Obdachlosigkeit.
EU-Sportpolitik: Arbeitsplan 2024-2027
Die Mitgliederder Fachkommission SEDEC erörterten ferner den neuen EU-Arbeitsplan für den Sport 2024–2027 und die InitiativeSHARE 2.0,mit der zur Umsetzung des EU-Arbeitsplans und seiner vorrangigenBereiche beigetragen werden soll: Integrität und Werte im Sport, die sozioökonomische Dimension des Sports und die Rolle des Sports bei der Förderung körperlicher Aktivität. Die Teilnehmer betonten, dass die Ausübung des Sports gefördert werden müsse, wobei zu berücksichtigen sei, dass nur jeder vierte Europäer regelmäßigSport treibe. Im Mittelpunkt der Debatte standen die grundlegende Rolle des Sports bei der Förderung der sozialen Inklusion, der Gesundheit und des Wohlbefindens sowie die Bedeutung der Unterstützung regionaler Initiativen zur Förderung des Sports, insbesondere in lokalen Gemeinschaften.
Hintergrund
Dieim Januar 2024 offiziell eingeführte EPOCH-Praxisist die jüngste Entwicklung der Bemühungen, die sich aus der Erklärung von Lissabon ergeben, mit der die Europäische Plattform zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit geschaffen wurde, deren Unterzeichner der AdR ist.
Angela.Machado@cor.europa.eu