Vasco Alves Cordeiro (PT/SPE) war von Juni 2022 bis Februar 2025 Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen.
Er ist Mitglied der gesetzgebenden Versammlung der Autonomen Region Azoren und war von 2012 bis 2022 Präsident der Regionalregierung der Azoren. Seit 2013 ist er Mitglied des Europäischen Ausschusses der Regionen und war zuvor von 2004 bis 2008 stellvertretendes Mitglied.
Seine Präsidentschaft stellte er unter das Motto „Europa von allen für alle“ mit drei Prioritäten: ein stärkeres und gerechteres Europa, Einsatz für eine erneuerte Kohäsionspolitik und Stärkung des politischen Profils des Europäischen Ausschusses der Regionen.
Unter seiner Führung wurde der Europäische Ausschuss der Regionen als politische Versammlung aller Regionen und Städte in Europa gestärkt und ist nun besser in der Lage, die EU-Rechtsvorschriften so weiter auszugestalten, dass sie allen Menschen in allen Gebieten zugutekommen. Zu seinen Errungenschaften zählen u. a. das größte Europäische Gipfeltreffen der Regionen und Städte, ein starkes Engagement der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften im Vorfeld der Europawahl, eine neue Vision für die Kohäsionspolitik (mit zwei Stellungnahmen zu diesem Thema) sowie die Erneuerung der Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission. Während seiner Präsidentschaft setzte er sich maßgeblich dafür ein, die Hilfe des AdR für die Ukraine fortzuführen, indem er die Europäische Allianz der Städte und Regionen für den Wiederaufbau der Ukraine ins Leben rief und dem Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, ein 10-Punkte-Unterstützungspaket vorlegte. Er initiierte neue Wege der weltweiten Zusammenarbeit, u. a. mit den Vereinigten Staaten und Brasilien, und leitete viele interne Reformen im AdR ein, darunter eine neue Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter, eine Strategie für einen klimaneutralen AdR sowie die Überarbeitung der Geschäftsordnung.