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EU-Bio-Preise 2024: Bremen als beste Bio-Stadt ausgezeichnet

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Anlässlich des EU-Bio-Tags hat die Europäische Kommission gemeinsam mit dem Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) die Gewinner der dritten Ausgabe des EU-Bio-Preises bekannt gegeben, mit dem herausragende Leistungen in der gesamten Wertschöpfungskette des ökologischen Landbaus gewürdigt werden. Eine Jury, die sich aus Mitgliedern der EU-Exekutive und des AdR zusammensetzt, wählte Bremen zur besten Bio-Stadt, Süd-Savo zur besten Bio-Region Europas und Sörmland zum besten Bio-Kreis. 

Die BioStadt Bremen zielt mit dem „Aktionsplan 2025“ darauf ab, die Verpflegung in städtischen Schulen, Kindertagesstätten und Krankenhäusern auf 100% Bio umzustellen und nachhaltige Lebensmittelsysteme und ökologische Wertschöpfungsketten zu fördern. Mit Dialogforen und Biomarktfesten fördert die Stadt das Bewusstsein für ökologische Werte, während Initiativen wie partizipative Supermärkte, solidarische Landwirtschaft und ökologische Landumwandlung an Dynamik gewinnen. Im Jahr 2023 waren 34% der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Bremen ökologisch bewirtschaftet, und bis 2035 sollen 50% erreicht werden.  

Kathrin Moosdorf, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Stadt Bremen, nahm den Preis entgegen und sagte: "Die BioStadt arbeitet für alle Menschen in unserer Stadt. Gesunde Ernährung von Kindesbeinen an ist wichtig, ebenso, dass unsere Nahrungsmittel umwelt- und klimaverträglich produziert werden. Nicht zuletzt sollen unsere regionalen Landwirtinnen und Landwirte von ihrer Arbeit leben können. Bremen ist als BioStadt schon weit gekommen und die Auszeichnung freut mich sehr. Ich möchte mich bei allen BioStadt-Aktiven bedanken. Wir nehmen die Auszeichnung auch als Ansporn und machen weiter – weil die BioStadt gut für alle ist." 

Antje Grotheer (DE/PES), Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft und Mitglied im Europäischen Ausschuss der Regionen, sagte: "Bremen hat das Ziel, gesunde Ernährung für alle Bürger:innen zugänglich zu machen. Wir freuen uns, dass die Bremer BioStadt-Aktivitäten und das starke Engagement der Bremer Zivilgesellschaft auf EU-Ebene nun eine solche Anerkennung finden. Dieser Preis zeigt einmal mehr, welche zentrale Rolle Städte mit ihren Ideen für ökologische und sozialen Nachhaltigkeit spielen." 

Die Bio-Preise werden gemeinsam von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Ausschuss der Regionen, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, COPA-COGECA und IFOAM Organics Europe mit Unterstützung des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union vergeben. Die Preise heben die Führungsrolle und die Innovation hervor, die ökologische Praktiken auf regionaler, städtischer und Bezirksebene vorantreiben. Die weiteren Gewinner in diesen Kategorien sind:   

Süd-Savo, Finnland, als beste Bio-Region. Der Erfolg des ökologischen Landbaus in Süd-Savo ist das Ergebnis einer 40-jährigen Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Forschern und lokalen Behörden, die von weniger als 10 Biobauern im Jahr 1983 auf heute 200 angestiegen ist. Wichtige Organisationen wie der Bauernverband Saimaan Luomu, der South Savo Food Cluster und der Verband für die Entwicklung der Lebensmittelwirtschaft South Savo Ekoneum haben eine Schlüsselrolle bei der Förderung ökologischer Praktiken in der Region und bei der Weitergabe von regionalem Fachwissen an internationale Netzwerke gespielt.  

Sörmland, Schweden, als bester ökologischer Bioregion. Die Region Sörmland, die seit den 1940er Jahren Pionierarbeit im ökologischen Landbau geleistet hat, hat sich zu einem Bio-Bezirk entwickelt, der eine Vielzahl von Akteuren des ökologischen Landbaus umfasst, darunter landwirtschaftliche Betriebe, Lebensmittelverarbeiter, Großhändler, Restaurants, öffentliche Kantinen, Bildungsprogramme und sogar eine Bank. Das Gebiet, das sich über zwei Regionen und 21 Gemeinden südlich von Stockholm erstreckt, wird zu etwa 20 % ökologisch bewirtschaftet, und einige örtliche Supermärkte erwirtschaften über 30 % ihres Umsatzes mit Bioprodukten.  

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