Bulgaria
Tanya HRISTOVA
Mitglied
Mayor of Gabrovo Municipality
Auf einer Konferenz in der Slowakei erörterten die SEDEC-Mitglieder, wie die Innovationslücke zwischen Metropolregionen, ländlichen Regionen und grenzübergreifenden Regionen überbrückt werden kann.
Die Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung, Beschäftigung, Forschung und Kultur (SEDEC) des Europäischen Ausschusses der Regionen organisierte am 23. Juni gemeinsam mit der Selbstverwaltungsregion Trnava eine hochrangige Konferenz in Trnava (Slowakei), um zu erörtern, wie die Innovationspolitik allen Regionen besser dienen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken kann.
Die Veranstaltung brachte lokale und regionale Entscheidungsträger, Vertreter der Europäischen Kommission, Innovationsexperten und Interessenträger aus ganz Europa zusammen, um zu untersuchen, wie die Innovationspolitik besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Ballungsräumen, ländlichen Gebieten und grenzübergreifenden Gebieten reagieren und integrativere und vernetztere Innovationsökosysteme fördern kann. Die Diskussion fand im Zuge der Vorbereitung des nächsten Forschungs- und Innovationsprogramms (RP10) der EU für den Zeitraum 2028-2034 statt und verdeutlichte die Bedeutung regionaler Perspektiven für die Innovationspolitik der EU.
Jozef Viskupič, Präsident der Region Trnava und Berichterstatter der Stellungnahme des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) zur Startup- und Scaleup-Strategie der EU, und Tanya Hristova, Bürgermeisterin von Gabrovo und Vorsitzende der Fachkommission SEDEC, erklären, dass die Innovationsökosysteme in der EU nach wie vor ungleich verteilt sind und viele ländliche Regionen aufgrund unterentwickelter Ökosysteme mit Hindernissen für Unternehmertum und Unternehmenswachstum konfrontiert sind. Sie betonten die Notwendigkeit einer auf die lokalen und regionalen Gegebenheiten zugeschnittenen Politik und einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen weniger und stärker entwickelten Regionen. Europas Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz sowie der ökologische und digitale Wandel hängen von starken und gut vernetzten Innovationsökosystemen in allen Gebieten ab.
Die erste Podiumsdiskussion „Grenzüberschreitende Innovationsökosysteme: wie Regionen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten“ untersuchte, wie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Innovation und regionale Entwicklung in der gesamten EU stärken kann. Die Redner betonten, wie wichtig es ist, komplementäre regionale Stärken zu verbinden, Ressourcen zu teilen und langfristige Partnerschaften aufzubauen, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen. Sie erörterten praktische Beispiele für Zusammenarbeit, wichtige Erfolgsfaktoren und Hindernisse und betonten, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Regionen dabei helfen kann, neue Märkte zu erschließen, Talente anzuziehen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
In der Diskussion wurden auch die Vorteile von EU-Instrumenten wie Interreg-Programmen und regionalen Innovationstälern hervorgehoben, die wichtige Rahmen für die Unterstützung der Zusammenarbeit, die Kombination von Finanzierungsinstrumenten und die Ermutigung der Regionen zur Zusammenarbeit bei gemeinsamen Prioritäten bieten und zu stärkeren und stärker vernetzten Innovationsökosystemen beitragen.
In der zweiten Podiumsdiskussion mit dem Titel „Bridging the innovation divide between rural and metropolitan Europe“ erörterten die Teilnehmer die anhaltende Innovationslücke zwischen städtischen und ländlichen Gebieten, die trotz ihrer engen Vernetzung nach wie vor mit erheblichen Unterschieden beim Zugang zu Talenten, Infrastruktur, Investitionen und Wissensnetzen konfrontiert sind.
Obwohl ländliche Gebiete oft als weniger innovativ empfunden werden, zeigten die während der Diskussion vorgelegten Forschungsergebnisse, dass sie oft innovative Lösungen hervorbringen, obwohl sie in lokalen Problemlösungen und nicht in Patenten oder High-Tech-Industrien verwurzelt sind. Die Redner betonten, wie wichtig es ist, diese vielfältigen Formen der Innovation anzuerkennen und zu unterstützen und gleichzeitig die Verbindungen zwischen städtischen und ländlichen Ökosystemen zu stärken. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass ortsbezogene Maßnahmen, die an die spezifischen Stärken und Bedürfnisse der einzelnen Gebiete angepasst sind, von wesentlicher Bedeutung sind, um regionale Unterschiede zu verringern und sicherzustellen, dass Innovationen allen europäischen Regionen zugutekommen.
In seinen abschließenden Bemerkungen betonte der Gastgeber Jozef Viskupič, dass Innovation in Europa von starken Ökosystemen abhängt, die Unternehmen, Universitäten, Investoren, Behörden und Regionen verbinden. Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenhalt seien keine gegensätzlichen Ziele, und Europa werde stärker, wenn sich mehr Regionen aktiv an Innovation, Forschung und Unternehmertum beteiligen und auf ihren einzigartigen territorialen Stärken aufbauen.
Zitate:
Jozef Viskupič (SK/Renew Europe), Präsident der Region Trnava: „Das Innovationspotenzial Europas endet nicht an den Grenzen seiner Metropolregionen. Durch die Vernetzung von Städten, ländlichen Gemeinden, Unternehmen und Forschungseinrichtungen können wir stärkere Innovationsökosysteme schaffen, die dazu beitragen, dass Ideen zu erfolgreichen Unternehmen werden, und sicherstellen, dass jede Region zur Wettbewerbsfähigkeit Europas beiträgt.“
Tanya Hristova (BG/EVP), Bürgermeisterin von Gabrovo und Vorsitzende der Fachkommission SEDEC im Europäischen Ausschuss der Regionen: „Innovation muss allen Regionen zugutekommen, von großen Ballungszentren bis hin zu kleineren Städten, ländlichen Gebieten und Grenzregionen. Indem wir stärkere Verbindungen zwischen ihnen fördern, können wir inklusivere, ausgewogenere und widerstandsfähigere Innovationssysteme aufbauen.“
Hintergrundinformationen
Kontakt:
von Ngela Machado
Tel.: +32475413158
angela.machado@cor.europa.eu
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Chairman of the Trnava self-governing Region