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Junge Kommunal- und Regionalpolitiker fordern stärkeren demokratischen Schutz bei der AdR-Konsultation zum europäischen Demokratieschild

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Am 24./26. März 2026 trafen sich 35 Mitglieder des Programms für junge gewählte Politiker (YEP) aus 14 EU-Mitgliedstaaten und der Ukraine in Brüssel zur dritten Ausgabe der Winterschule, einem drei ‑day-Programm zum Kapazitätsaufbau, das sich auf das Engagement der Bürger und die lokale Demokratie konzentrierte.

Ein zentraler Höhepunkt des diesjährigen Programms war eine spezielle Konsultation zum Europäischen Demokratieschild (EUDS), bei der die jungen Menschen konkrete Bedenken hinsichtlich Desinformation, ausländischer Einflussnahme und der zunehmenden Fragilität der Demokratie auf lokaler Ebene äußerten.

Der Berichterstatter für die AdR-Stellungnahme zum Thema EUDS, Stephen De Ron (LU/Greens+PRO), brachte zwar lokale Erfahrungen und echte ‑world-Herausforderungen ein, destillierte jedoch seinen Beitrag zu dem zentralen Grundsatz, dass Bürgerbeteiligung und demokratischer Schutz real und nicht rhetorisch sein müssen. Wenn Institutionen um den Beitrag der Bürger bitten, müssen sie zeigen, was sie damit machen, sonst schwindet das Vertrauen, anstatt zu wachsen.

Lokale Regierungen sind das Herz der Demokratie

George Papandreou, Hauptberichterstatter für Demokratie der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und ehemaliger griechischer Premierminister, eröffnete die Diskussion und verknüpfte alte demokratische Ursprünge mit den heutigen digitalen Herausforderungen. Er forderte die digitale Souveränität Europas, die Entwicklung neuer demokratischer Infrastrukturen und die Stärkung der Kapazitäten der lokalen Behörden, da sie "das Herzstück der Demokratie" seien.

Er betonte die Risiken des derzeitigen Informationsumfelds und betonte, dass Europa die Kontrolle über seine digitale Öffentlichkeit wiedererlangen müsse. "Wir müssen wirklich überdenken, wie wir eine Infrastruktur schaffen, die eigentlich europäisch ist und die sich tatsächlich in unserem Besitz befindet."

Beiträge der Jugendparlamente zur EUDS

YEPs haben einige der stärksten Botschaften des Tages übermittelt und deutlich gemacht, dass demokratische Schwachstellen bereits in Städten und Regionen in ganz Europa zu spüren sind.

Viele hoben die zunehmenden Auswirkungen ausländischer Einflussnahme auf das lokale politische Leben hervor. Mehrere Vertreter, darunter Federico Bennardo, Gemeinderat von Ragusa in Italien, und Ladislav Točka, Bezirksrat Bratislava-Petržalka in der Slowakei, wiesen auf Russland hin‑linked Manipulation, einschließlich koordinierter Desinformationskanäle und dokumentierter Fälle, die Wahlen und den politischen Diskurs in ihren jeweiligen Ländern betreffen. Edoardo Arcidiacono, Stadtrat in Mailand, betonte, dass sich die Einmischung in physische Räume verschiebt, was Bedenken hinsichtlich des Mangels an Rechtsinstrumenten zur Bekämpfung ausländischer ‑-finanzierter Desinformationsereignisse in seinem Land aufkommen lässt.

YEPs hoben auch das strukturelle Problem hervor, wie der Algorithmus ‑-gesteuerte Viralität die Verbreitung schädlicher Inhalte beschleunigt. Georgiana Sima, Stadträtin von Cluj in Rumänien, sprach über die rasche Verbreitung von KI-generierten Inhalten und gefälschten Konten und stellte fest, dass selbst wenn darüber berichtet wird, "sehr oft nichts passiert." Die lokalen Vertreter beschrieben eine Zunahme von Online-Einschüchterung, Hasskampagnen und persönlichen Angriffen, auch in kleinen Gemeinden. "Dies sind die gleichen Werkzeuge, die die Leute zweimal nachdenken lassen, bevor sie für das Amt kandidieren", warnte Cesare Spinelli, Stadtrat in der Toskana, Italien.

Der Bedarf an vertrauensbildenden Kapazitäten durch sinnvolle Beteiligung und nicht nur "symbolische Ereignisse" wurde von Bridget Afor, Stadtrat von Ronneby in Schweden, angesprochen. Ihre Forderung nach einer authentischen, von ‑up‑ gesteuerten Beteiligung wurde von der Berichterstatterin nachdrücklich unterstützt. Hendrik Jensen, Stadtrat der Hamburger Bezirksversammlung Wandsbek, stellte fest, dass das Misstrauen der Bürger zunimmt, wenn alltägliche Probleme ungelöst bleiben. Mit einer schnelleren Bereitstellung lokaler Lösungen kann das Vertrauen in die Demokratie wiederhergestellt werden: "Wir werden keinen Demokratieschild brauchen, weil die Menschen wieder an die Demokratie glauben."

Schließlich wurde anerkannt, dass die Beteiligung junger Menschen gestärkt werden muss. Claudiu Constantin, Bürgermeister von Lopătari in Rumänien, machte auf gesetzliche Altersbeschränkungen in einigen Ländern aufmerksam, die junge Menschen daran hindern, in die Politik einzutreten.

Insgesamt forderten die Jugendparlamentarier eine EUDS, die praktisch, schützend und in den Realitäten der lokalen Governance verankert ist.

Bürgerbeteiligung im Mittelpunkt der EU-Politik

Angela Guimarães‑Pereira, Sektorleiterin des Kompetenzzentrums für partizipative und deliberative Demokratie, betonte in ihrer Rede vor der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, dass die Bürgerbeteiligung zu einem zentralen Element demokratischer Initiativen der EU geworden sei. „Es ist das erste Mal, dass ich eine echte Politik zur Bürgerbeteiligung sehe, und dies liegt im europäischen Demokratieschild.“

Sie hebt die Bedeutung der politischen Bildung und neuer Initiativen auf EU-‑-Ebene hervor, darunter der Civic Tech Hub, nationale Beteiligungsnetze und neue Finanzierungsinstrumente, die den öffentlichen Verwaltungen helfen sollen, die Bürger in die Politikgestaltung einzubeziehen.

Über die YEP Winter School

Die YEP Winter School ist zu einem Vorzeigeprogramm geworden, das jungen lokalen und regionalen Führungskräften praktische Instrumente an die Hand gibt, um die Bürgerbeteiligung zu stärken, das Vertrauen wiederherzustellen und das demokratische Engagement zu stärken.

Organisiert mit Partnern wie der Bertelsmann Stiftung, der Federation for Innovation in Democracy - Europe, dem Joint Reseach Center der Europäischen Kommission und dem Europarat hat die Winter School bisher rund 100 YEP begrüßt.

Über die Ausbildung hinaus fördert es ein dynamisches Ökosystem der Zusammenarbeit. An der diesjährigen Ausgabe nahmen Experten der Université Libre de Bruxelles (ULB) und der Vrije Universiteit Brussel (VUB) teil und boten ergänzende Aktivitäten wie gemeinsame Social-‑media-Maßnahmen zum MFR, Beiträge zur 8. Sitzung der Fachkommission CIVEX und Engagement in innovativer politischer Arbeit, einschließlich des OECD-Projekts zur Bürgerbeteiligung an der Kohäsionspolitik.

Jede Ausgabe löst auch neue Initiativen aus, zuletzt ein Forschungsprojekt zu den Herausforderungen junger Frauen in der Kommunalpolitik, das mit der Universität Warschau nach der Winterschule 2025 ins Leben gerufen wurde.

Nützliche Links:

-Der "Demokratieschild" der EU braucht lokale Maßnahmen gegen Desinformation und Hetze | Europäischer Ausschuss der Regionen

From learning to leading: Empowering young leaders to transform citizen engagement – Insights from YEPs | Europäischer Ausschuss der Regionen

Dieser Artikel wurde im Rahmen des AdR-Programms „Junge gewählte Politiker“ verfasst.

Kontakt

Evangelia Tomara
E-Mail: yep-programme@cor.europa.eu
Tel.: +3222822125

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