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Carina Ohlsson: Lenkung des AdR-Aktionsplans für die Gleichstellung der Geschlechter

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Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) setzt sich als Versammlung der lokalen und regionalen Vertreter der EU aus allen 27 Mitgliedstaaten für die Gleichstellung der Geschlechter und die politische Teilhabe von Frauen an seiner Arbeit und seinen politischen Initiativen ein. Im Jahr 2023 hat der AdR einen eigenen Aktionsplan für die Gleichstellung der Geschlechter aufgestellt, in dem der Weg zur Verbesserung der Gleichstellung der Geschlechter im Ausschuss der Regionen dargelegt wird. Zur Unterstützung dieses Prozesses bestellte das Präsidium eine Sonderberichterstatterin des Präsidiums für den Aktionsplan des AdR zur Gleichstellung der Geschlechter, Carina Ohlsson (SE/SPE), Mitglied des Gemeinderates von Lidköping. Frau Ohlsson war auch Berichterstatterin für die AdR-Stellungnahme „Stärkung der Rechte der Frau in der EU: Eine lokale und regionale Perspektive, angenommen am 14. Oktober.

Können Sie sich kurz vorstellen und uns sagen, wie Sie sich mit dem Thema Gleichstellung auseinandersetzen?

Mein Name ist Carina und ich komme aus Lidköping, Schweden. Ich bin seit vielen Jahren politisch engagiert und habe einen Großteil meines Lebens der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter gewidmet. Ich war 8 Jahre lang Nationalpräsident von S-kvinnor und 12 Jahre lang Nationalpräsident von Unizon. Ich bin derzeit der Vorsitzende des örtlichen Frauenhauses, und ich habe auch in Arbeitsgruppen des Elitfotboll Dam, der Organisation, die für den Elite-Frauenfußball in Schweden verantwortlich ist, gedient.

Durch all diese Rollen habe ich daran gearbeitet, das Leben von Frauen und Mädchen zu verbessern, ihre Rechte zu stärken und die Strukturen in Frage zu stellen, die Diskriminierung, Belästigung und sogar tödliche Gewalt gegen Frauen ermöglichen, nur weil sie Frauen sind. Die Gleichstellung der Geschlechter war für mich nie nur ein politisches Thema – es ist eine Menschenrechtsverpflichtung, die alles leitet, was ich tue.

Wie sieht es eigentlich aus, wenn die Gleichstellung der Geschlechter in einer Stadtratssitzung funktioniert?

Wenn die Gleichstellung der Geschlechter in einer Stadtratssitzung wirklich funktioniert, wird sie sowohl in der Repräsentation als auch in der täglichen Praxis sichtbar. Es bedeutet, dass Frauen und Männer den gleichen Raum haben, um die Debatte zu gestalten und Entscheidungen zu beeinflussen. Es bedeutet, dass die Vertretung ausgewogen ist, um sicherzustellen, dass der Rat die Vielfalt der Gemeinschaft widerspiegelt und dass verschiedene Perspektiven wirklich einbezogen werden.

Dies bedeutet auch, dass der Stadtrat bereit ist, schwierige und unangenehme Fragen – einschließlich solcher, die Frauen unverhältnismäßig stark betreffen – anzugehen und dies mit der Maßgabe zu tun, dass diese Diskussionen sowohl die unmittelbare Situation als auch die langfristige Entwicklung der Gemeinde beeinflussen werden. Wenn die Gleichstellung der Geschlechter funktioniert, wird die Entscheidungsfindung demokratischer, verantwortungsvoller und letztlich effektiver für alle.

Was ist eine subtile oder überraschende Herausforderung, wenn es darum geht, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, die die Menschen oft übersehen?

Eine subtile, aber sehr reale Herausforderung bei der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter ist die Annahme, dass Gleichheit automatisch geschieht, sobald Frauen "eingeschlossen" sind. Die Menschen übersehen oft, wie tief verwurzelte Normen immer noch prägen, wer gehört wird, wessen Ideen ernst genommen werden und wessen Erfahrungen als universell gelten.

Die Gleichstellung der Geschlechter erfordert daher nicht nur eine formelle Vertretung, sondern auch einen kulturellen Wandel: Schaffung eines Raums, in dem Frauenstimmen das gleiche Gewicht haben, in dem schwierige Probleme, die Frauen betreffen, nicht minimiert werden und in dem Gleichheit als aktive Praxis verstanden wird und nicht als etwas, das einfach "passiert", wenn die Zahlen richtig aussehen.

Befindet sich der AdR auf einem guten Weg, um seine im Aktionsplan für die Gleichstellung der Geschlechter festgelegten Ziele zu erreichen?

Der AdR ist auf einem guten Weg, und es wird bereits viel wichtige Arbeit geleistet. Aber wir sind noch lange nicht fertig. Wir werden erst zufrieden sein, wenn die erzielten Fortschritte wirklich im Alltag der Frauen spürbar sind.

Was sind die nächsten Schritte für die europäischen Regionen und Städte und den AdR als ihren EU-Vertreter in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter?

Heute befinden wir uns in einem Moment, in dem sich die Gleichstellung der Geschlechter in vielen Teilen der Welt tatsächlich rückwärts bewegt. Das bedeutet, dass die europäischen Regionen, Städte und der Ausschuss der Regionen sowohl die bereits erreichten Rechte verteidigen als auch weiter voranschreiten müssen. Der Schlüssel ist, die Macht der Frauen über ihr eigenes Leben zu stärken, was von einem sicheren Einkommen und der Fähigkeit abhängt, frei von Gewalt zu leben.

Die nächsten Schritte sollten sich darauf konzentrieren, die Gleichstellung der Geschlechter in alle lokalen und regionalen Politikbereiche zu integrieren, in die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu investieren, die Reaktion auf geschlechtsspezifische Gewalt zu verbessern und sicherzustellen, dass die Stimmen von Frauen in der politischen Entscheidungsfindung umfassend vertreten sind. Der AdR kann eine entscheidende Führungsrolle übernehmen, indem er die Regionen und Städte dabei unterstützt, die Gleichstellung der Geschlechter im Mittelpunkt der demokratischen Entwicklung Europas zu halten.

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