Für mehr Frauen in der Politik

Die uneingeschränkte politische Teilhabe von Frauen sowohl als Bürgerinnen als auch als Amtsträgerinnen ist für eine starke Demokratie, eine verantwortungsvolle Staatsführung und eine wirksame Politikgestaltung von entscheidender Bedeutung. Der Europäische Ausschuss der Regionen ist fest entschlossen, diese Werte zu fördern und mit gutem Beispiel voranzugehen.

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Die Initiative im Überblick

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) setzt sich für die Förderung von Initiativen zur Stärkung der politischen Teilhabe von Frauen ein. Er ist sich bewusst, dass die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften maßgeblich dazu beitragen können, die Gleichstellung der Geschlechter und sowie eine gleichberechtigte politische Vertretung zu unterstützen, unter anderem im Rahmen ihrer politischen Versammlungen und durch die Kontrolle öffentlicher Dienstleistungen und Ausgaben auf kommunaler Ebene.

Mit der Initiative „Für mehr Frauen in der Politik“ engagiert sich der AdR an vorderster Front für ein ausgewogeneres Verhältnis von Frauen und Männern in der Politik auf allen Regierungs- und Verwaltungsebenen sowie für den Austausch bewährter Verfahren zur Verwirklichung dieser Ziele. 

Gleichstellung der Geschlechter und der AdR

31,7 %

Weibliche Mitglieder im AdR* 

27,5 %

Stellvertreterinnen im AdR* 

29,6 %

Weibliche Mitglieder und Stellvertreterinnen im AdR* 

* Stand: 5. Mai 2026

Als Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der EU aus allen 27 Mitgliedstaaten setzt sich der Europäische Ausschuss der Regionen nachdrücklich für die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der politischen Teilhabe von Frauen in allen Bereichen seiner Arbeit ein. Diese Verpflichtungen werden in einem 2023 verabschiedeten Aktionsplan für die Gleichstellung der Geschlechter festgeschrieben und transparent dargestellt. Durch den Aktionsplan werden diese Werte – unter der Verantwortung der Berichterstatterin des Präsidiums, Carina Ohlsson (SE/SPE), – im Rahmen aller AdR-Tätigkeiten gefördert.

Neben der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in seiner Kernarbeit fördert der AdR diese Werte auch in seiner gesamten Öffentlichkeitsarbeit. Dementsprechend wird der Aktionsplan auch im Zusammenhang mit dem Programm für junge Mandatsträgerinnen und Mandatsträger (YEP) und dem Netzwerk der EU-Gemeinderäte berücksichtigt.

Das Generalsekretariat des AdR verfügt zudem über eine eigene Strategie für Chancengleichheit für seine Bediensteten.

Gleichstellung der Geschlechter in der EU

Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein zentraler Wert und wesentliches Ziel der Europäischen Union. Sie ist im Vertrag von Amsterdam und im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union sowie in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und in der Europäischen Säule sozialer Rechte fest verankert.

In der EU-Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2020–2025, die vom AdR in seiner Stellungnahme unterstützt wurde, werden das weitere Vorgehen der EU und ihre gezielten Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in allen EU-Gebieten dargelegt. Des Weiteren veröffentlicht die Europäische Kommission einen Bericht über den aktuellen Stand der Gleichstellung der Geschlechter in der EU. Zur Unterstützung dieser Arbeit erhebt das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) Daten und erstellt den EU-Gleichstellungsindex. 

Im Europäischen Parlament engagiert sich der ständige Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter für diese Thematik, und 2020 wurde eine jährliche Europäische Woche der Gleichstellung der Geschlechter ins Leben gerufen. Der AdR unterstützt die Woche der Gleichstellung der Geschlechter aus der Perspektive der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften.

Trotz dieser entschlossenen Initiativen auf EU-Ebene sind Frauen laut EIGE in lokalen Entscheidungsprozessen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert: Der durchschnittliche Anteil an Mandatsträgerinnen liegt in Kommunal- und Gemeinderäten bei rund 34 % und in Regionalversammlungen bei 32 %. Auch wenn sich der Gleichstellungsindex 2024 mit einem Anstieg des Frauenanteils in regionalen und lokalen Versammlungen von 30 % auf 31 % deutlich verbessert hat, strebt der AdR eine weitere Stärkung der Gleichstellung der Geschlechter auf dieser Ebene an.

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